Alles über die Romane von Heinrich Eichenberger

 
Hubert W. Holzinger Verlag, Berlin - Protagonisten
Geheimdienstlexikon

Geheimdienst Lexikon (kommentiert)

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- Schläfer - 

Geheimdienste bezeichnen (noch) nicht aktive, aber entsprechend positionierte Agenten als Schläfer.

Die Positionierung eines Agenten im Ausland kann strategischer Natur sein. Der Geheimdienst benötigt den Agenten nicht aktuell, sondern erst bei einer entsprechenden Konstellation. Immer erfolgt der Einsatz auf speziellen Befehl.

Denkbar sind viele Möglichkeiten:

  • Man kann eine geplante Operation erst durchführen, wenn andere Agenten entsprechend positioniert sind.

  • Der Agent ist an der Seite eines Politikers, von dem ein entscheidender Karriereschritt erwartet wird.

  • Der Agent soll erst bei einer bestimmten politischen/militärischen Konstellation tätig werden.

  • Der Agent selbst ist strategisch gut aufgestellt, muss aber erst noch die entsprechende Position erlangen (eigene Karriere).

Da Agenten bei der Übermittlung der gewonnenen Nachricht am meisten gefährdet sind (vgl. auch → Kurier, → Toter Briefkasten), ist die Stellung des Schläfers diejenige, welche die Person am wenigsten gefährdet. Wird der Schläfer für seine Wartestellung im Ausland entlohnt, gefährdet man ihn bereits wieder durch den Geldtransfer. Geheimdienste entlohnen deshalb vielleicht Angehörige in der Heimat oder schreiben den Agentenlohn gut.

Der Schläfer stellt deshalb besondere Probleme für den Führungsoffizier dar, denn der nicht aktive Agent muss die virtuelle Nabelschnur spüren. Ist die Verbindungsnahme zu selten, schwindet das gegenseitige Vertrauen und der Schläfer springt ab oder er wird im Sinne eines überflüssigen, gar schädlichen, vorauseilenden Gehorsams zum → Selbstläufer. Findet ein Kontakt zu häufig statt, ist die Geheimhaltung gefährdet. Es gibt aber kaum ein höheres Geheimhaltungserfordernis als die Existenz von Schläfern. Im Feindgebiet sind sie völlig schutzlos und, was psychologisch ein ganz besonderes Erschwernis darstellt, die geheime Verbindung muss über eine lange Zeit, in vielen Fällen über Jahre aufrechterhalten werden.

Da Agenten ebenfalls nur Menschen sind, kann es auch passieren, dass ein Schläfer irgendwann zu der Erkenntnis kommt, man hätte ihn vergessen und selbst Kontakt aufnimmt. Darauf hat vielleicht die gegnerische Abwehr nur gewartet und je nach Land und politischer Konstellation schwebt der Schläfer in höchster Gefahr.

Für derartige Gefahren interessieren sich die Bürger eines Landes allerdings kaum. Bedrohlich empfinden sie jedoch die Tatsache, dass in ihrer Gesellschaft Leute leben, die quasi bei Anruf ihre Identität wechseln und zum Attentäter, zum Saboteur oder zum Terroristen werden können.

 

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Das Zimmer des Agentenführers: Sir Alec

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Richard, ein informeller Agent des MI6

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Mercedes, eine rassige Frau an der Seite von Richard
 

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Sharon, die tüchtige Sekretärin von Sir Alec

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Bücher
Der Siegermacher, ein Agententhriller zwischen Fakten und Fiktion

Heinrich Eichenberger:
Der Siegermacher
Agentenroman
©2008, 406 Seiten
broschiert 21x14,3 cm
ISBN
978-3-926396-70-9
19,00 Euro / 29,90 SFR

 

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Faule Eier, ein neuer Fall für Sir Alec

Heinrich Eichenberger:
Faule Eier
Agentenroman
©2009, 304 Seiten
broschiert 21x14,3 cm
ISBN
978-3-926396-72-3
19,00 Euro / 29,90 SFR
 

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Autor
Heinrich Eichenberger, Geheimdienstmann und Autor

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